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Distributionen


Distributionen

 Debian Linux-Logo Debian Linux 

Debian Linux ist keine kommerzielle Distribution, sondern wird von ehrenamtlich tätigen Enthusiaten entwickelt und ist unter der Open-Source-Community eine der Beliebtesten. Da daran kein Geld verdient wird, haben die Entwickler leider wenig Zeit, und so lassen neue Distributionen lange auf sich warten. Debian Linux beinhaltet zwar nie die neuesten Softwareversionen, liefert aber dafür die ausgereiftesten mit, was es zu einem schlanken und stabilen System macht. Die Bedienung mag für Linux-Neulinge recht umständlich und kompliziert aussehen, was wohl auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass es kaum Konfigurationswerkzeuge für das X-Window-System gibt. Debian Linux beinhaltet eine eigene coole Paketverwaltung namens APT, welche sich benötigte Software automatisch von z.B. einem FTP-Server lädt, installiert und konfiguriert, dabei aber keine manuellen Einstellungen verändert, sondern diese clever als Kommentare in die bestehende Konfiguration einfügt.

 
 Fedora Linux-Logo Fedora Linux 

Das Fedora Linux Projekt hat sich 2003 von RedHat abgesplittet und stellt nun eine eigenständige Distribution dar. Während der Kern immer noch von RedHat-Mitarbeitern erstellt wird, kümmert sich nun die OpenSource-Community um den Rest. Ziel war es laut RedHat, zwei bis drei Mal im Jahr eine neue Distribution auf den Markt zu bringen, welche aktuelle Software enthält, sich mehr an die Privatanwender richtet und weiterhin kostenlos ist. Fedora ist daher ziemlich ähnlich zu RedHat, welche nun leider für ihre RedHat Linux Enterprise Distributionen viel Geld verlangen. Für den Privatanwender sollte Fedora jedoch ausreichend sein.

 
 Knoppix-Logo Knoppix 

Knoppix ist eine Linux-Variante, die komplett von der CD gestartet wird. Da es häufig aktualisiert wird, erkennt es fast jegliche Hardware im Computer. Aufgrund dessen, dass Knoppix keine Festplatte im Computer braucht, um lauffähig zu sein, eignet es sich besonders für Linux-Demos und Schulungsmassnahmen, als Rescue-System für Windows oder einfach nur, um ein wenig anfänglich mit Linux herumzuexperimentieren oder die Hardware zu testen. Der Softwarekern von Knoppix basiert auf Debian Linux und bringt viele von den häufig gebräuchlichen Anwendungen von Hause aus mit.

 
 Mandriva Linux-Logo Mandriva Linux 

Mandriva Linux (vormals Mandrake Linux, 2005 durch Zusammenschluss mit Connectiva umbenannt), ein französisches Unternehmen, wurde 1998 gegründet. Kurz darauf stampften sie eine eigene, komplett zu RedHat Linux kompatible Distribution aus dem Boden. Seitdem hat sich Mandriva aber auch stark weiter entwickelt, so dass man Teile von RedHat nur noch sehr selten erkennt. Ähnlich zu SuSE Linux gibt es für Mandriva Linux auch eine Menge graphischer Konfigurationstools, allerdings viel ausgereifter. Durch die Abspaltung des Fedora-Projektes von RedHat ist Mandriva-Linux auf dem Personal-Markt für RedHat-Jünger sicherlich eine angenehme Alternative geworden.

 
 RedHat Linux-Logo RedHat Linux 

Gegründet 1993 in einer kleinen privaten Wohnung war RedHat Linux wohl eine der ersten Distributionen, die Linux in der breiten Bevölkerung einführte. Mittlerweile ist RedHat in der ganzen Welt bekannt und weist einen Marktanteil von 52% (Stand: 2001) auf. RedHat Linux wird vor allem in professionellen Bereichen häufig angewandt. In den letzten Jahren tat RedHat sehr viel, um ihre Distribution auch Desktop-freundlich zu gestalten. 2003 spaltete RedHat seine "Personal-Variante" ab und legte diese in die Hände des Open-Source-Community Projekts Fedora, für das RedHat jedoch immer noch die Schirmherrschaft innehat. Mittlerweile lässt sich RedHat seine Enterprise-Editionen gut bezahlen und schlägt somit ganz klar in die Richtung von professionellem Einsatz in Firmen.

 
 SuSE Linux-Logo SuSE Linux 

SuSE Linux stammt aus Nürnberg und ist die einzige deutsche Distribution (mittlerweile von Novell aufgekauft), die sich hier auf dem Markt integriert und in Deutschland eine hohe Popularität erreicht hat. Eine der Besonderheiten von SuSE Linux ist YaST, ein Konfigurationstool, mit welchem man viele Einstellungen am System einfach durchführen kann. Leider ändert YaST dabei auch manuell vorgenommene Einstellungen, so dass eine richtige individuelle Konfigurationsmöglichkeit nur von kurzer Dauer ist. Daher ist SuSE Linux eher fuer Anfänger gedacht, die erste Schritte mit Linux unternehmen möchten. Von vielen Leuten aus den Linux-Newsgroups auch gerne sarkastisch als "Nürnberger Windows" tituliert.